Heute war der blöde Tag da. Mulli musste wieder zum Tierarzt. Ich denke, irgendwie hat sie schon gespürt, dass was los war, denn gestern abend und heute morgen gabs nix zu essen. Hungrig wie sie war, haben wir sie dann mit Müh und Not in die Transportbox geladen und waren dann auch pünktlich 8.00 Uhr beim Tierarzt. Da wurden wir schon erwartet. Wir haben sie schweren Herzens dort gelassen und sind dann zur Arbeit gefahren. Der Vormittag verging überhaupt nicht. Ständig musste ich an Mulli denken. Sie ist doch so ängstlich, so sensibel
Die eigentliche Tierarztbesuch war das Reinigen ihrer noch vorhandenen Zähne. Außerdem sollte ihr Tränenkanal gespült werden und die Blutwerte gecheckt werden. Das machte mir am meisten Sorgen, denn obwohl uns schon CNI bekannt war, wussten wir nicht, wie die momentanen Blutwerte aussehen werden. Insgeheim hoffte ich, dass sich die Nierenwerte verbesserten. Andererseits… hmmm, ich weiß auch nicht. Es schien mir nicht realistisch.
Halb zwölf hielt ich es dann nicht mehr aus und rief beim Tierarzt an. Tadaa… um zwölf sollten wir hinkommen und Mulli holen und dabei alles Weitere mit dem Arzt besprechen. Also los. Dort angekommen saß die kleine Mulli noch in der Aufwach-Box. Mit Tropf. Für mich sieht das immer gleich sehr schlimm aus. Die Tierärztin erzählte uns dann, dass mit en Zähnen alles gut gegangen ist. Allerding gab es Probleme beim Tränenkanäle spülen. Denn die Kanäle sind viel zu eng. Hmm :-/ Aber es ging wohl irgendwie. Die Blutwerte waren katastrophal. Vor allem die Nierenwerte. Zudem wurde festgestellt, dass die Nieren zu klein sind. Hmpf…
Also alles wie gehabt. Blutbild war schlecht, weterhin soll nun Nierendiät gefüttert werden. Sonst gibts nichts, was man tun könnte.
Ihre wurde der Tropf entfernt. Da sie noch total benebelt war, ließ ie sich auch ohne Wiederstand in die Transportbox legen. Einige Momente später tropfte es dann auch schon aus der Box. Klar, sie hatte immerhin eine ganze Flasche Kochsalzlösung bekommen. Also fix bezahlt, neues Futter mitgenommen und schnell nach Hause. Dort angekommen, wankte sie dann orientierungslos durch die Wohnung. Nichts ging. Ich entschloss mich kurzerhand dazu, den restlichen Tag bei en Katzen zu bleiben und ein Auge auf Mulli zu haben.
Der Nachmittag verging dann. Mal lief sie wackelig rum, mal schlief sie, aber die meiste Zeit lag sie auf meinem Bauch und döste vor sich her. Einmal schaffte sie es nicht au die Toilette, aber es war eh nur dieses Wasser, was raus musste (in dem Moment lag sie allerdings nicht auf mir
).
Mittlerweile geht es ihr langsam besser. Das Gesicht ist noch ein wenig geschwollen, aber gerade hat sie ein bissl gefressen.
Die kleine Mulli ist echt tapfer. Morgen sieht die Welt schon wieder besser aus. Da bin ich mir sicher.