Wenn die Katze sich besonders häufig kratzt, das Fell leckt und eventuell auch noch kleine “Punkte” im zu erkennen sind, kann man in den meisten Fällen davon ausgehen, dass die Katze von Parasiten – genauer gesagt Ektoparasiten – befallen sind. Ektoparasiten sind Parasiten, die sich AUF der Hautoberfäche des Tieres / der Katze befinden. Endoparasiten hingegen befinden sich IM Körper des Wirtes.
Die häufigsten Ektoparasiten bei Katzen:
Viele der Parasiten zeigen ähnliche Symptome, erdordern aufgrund der Ursache allerdings unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen. Eine genaue Diagnose ist daher erforderlich, um mit entsprechenden Mitteln den Befall zu bekämpfen.
Flöhe sind 2 – 3 mm rot-braune kleine Insekten, die mit bloßem Auge sichtbar sind. Sie halten sich vorwiegend auf dem befallenen Wirt auf. In seinen Entwicklungsstadien sind sie jedoch auch an anderen Stellen und Verstecken zu finden. Der Katzenfloh steht im Verdacht eine Reihe von Viruserkrankungen zu übertragen. Er befällt auch den Menschen.
Symptome bei Flohbefall:
- Juckreiz
- Allergien (z. Bsp. Haarausfall)
- Hautveränderungen
Wie erkenne ich einen Floh?
Flöhe sind aufgrund ihrer Größe und Farbe gut erkennbar. Ein Flohkamm hilft dabei prima. Kämmt man die Katze damit, bleiben Flöhe im Kamm hängen. Viele Flöhe halten sich vorwiegend im Kopf- und Brustbereich der Katze auf. Es wichtig, den Floh “richtig” zu töten indem man in mit dem Fingernagel zerdrückt, denn sie sind sehr widerstandsfähig. Wenn man noch nicht sicher ist, ob es sich um einen Flohbefall handelt, kann man den ausgebürsteten Flohkot auf ein Stück Papier legen und mit einem tropfen Wasser beträufeln. Färbt sich das Wasser (blut)rot, kann man davon ausgehen, dass es sich um einen Floh handelt.
Prophylaxe und Bekämpfung von Flohbefall
Im Handel gibt es diverse Mittel, um Flöhe zu bekämpfen. Als gängige Therapie haben sich sogenannte “Spot ons” bewährt. Die Tropfen gegen Flöhe werden den Katzen meist in den Nacken geträufelt, verteilen sich von dort aus und töten die Flöhe ab. Auch Flohhalsbänder bieten Schutz. Diese sind allerdings eher umstritten, da Katzen sich an den Bändern, die um den Hals gelegt werden, strangulieren können. Hausmittelchen die hier und dort empfohlen werden, eignen sich eher nicht. Das Flohmittel sollte mindestens über drei Monate bzw. alle 4 Wochen angewandt werden.
Wurde ein Flohbefall festgestellt, reicht es meist nicht aus, nur das Tier zubehandeln. Da nur die adulten Tiere auf dem Wirt verweilen, ist es möglich, dass sich Flöhe in früheren Entwicklungsstufen in der Wohnung befinden. Da diese aber eben nicht auf dem Tier, sondern in verstecken lauern, sollte man vorsichtshalber auch die Wohnung “flohsicher” machen.
Flöhe in der Wohnung – was tun?
- alle Textilien, und Schlafplätze (Decken usw) gründlich und oft absaugen. Bei Möglichkeit mind. bei 60 Grad waschen oder mit einem Dampfgerät bearbeiten
- Ritzen und Teppichkanten (bevorzugte Verstecke) gründlich absaugen
- generell die Wohnung oft und gründlich saugen
- Beutel vom Staubsauger wegwerfen
Ist der Befall stärker und lässt sich nicht mit konventionellen Mitteln in den Griff bekommen, empfiehlt sich ein Besuch im Fachhandel, Apotheke oder Kammerjäger.
Zecken sind mehrere Millimeter große Spinnentiere und gehören der Ordnung der Milben an – wovon Zecken auch die größten sind. Alle Zeckenarten sind blutsaugende Ektoparasiten an Wirbeltieren. Weltweit gibt es schätzungsweise etwa 900 verschiedene Zeckenarten. Viele von ihnen sind bedeutende Überträger von Krankeiten.
Symptome bei Zeckenbefall:
Zecken erzeugen an der Bissstelle lokale Entzündungen auf der Haut. Die Zecken sind aufgrund ihrer Größe mit bloßem Auge sichtbar. Vor allem, wenn die Zecke sich schon festgebissen und vollgesaugt hat – denn eine vollgesogene Zecke ist enorm groß.
Bekämpfung und Prophylaxe bei Zecken
Gerade Freigänger-Katzen sind ein leichtes Ziel für Zecken. Denn sie stromern oft und lange draußen raum – bevorzugt dort, wo auch Zecken zu finden sind. Daher sollte man die Katze regelmäßig und gründlich auf Zecken untersuchen. Hat man eine Zecke an der Katze gefunden, sollte diese am besten mit einer speziellen Zeckenzange (alternativ Pinzette) entfernt werden. Dabei empfiehlt es sich, die Katze nahe des Saugapperates zu packen und vorischtig in einer Drehbewegung herauszuziehen. Nachdem die Zecke entfernt wurde, sollte die Bissstelle weiterhin beobachtet werden. Je kürzer die Zecke in der Haut steckt, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Infektionskrankheiten.
Zur Vorbeugung gibt es spezielle Spot-Ons und Zeckenhalsbänder im Fachhandel.
Katzenhaarlinge sind Parasiten der Ordnung der Tierläuse. Haarlinge sind flügellose Insekten, die ca. 1 – 1,5 mm groß werden und mit bloßem Auge sichtbar sind. Im Gegensatz zu den echten Tierläusen saugen sie kein Blut, sondern ernähren sich von Hautschuppen, Haaren und Hautdrüsensekret. Ein befall kommt häufig bei alten, sehr jungen und geschwächten Tieren vor. Er wird durch direkten kontakt übertragen.
Symptome bei Haarlingen auf der Katze
Haarlinge lösen meist starken Juckreiz und Hautveränderungen bei Katzen hervor. Außerdem sind sie mit bloßem Auge sichtbar. Typisch sind auch die sichtabren Eier der Haarlinge im Fell der Katze.
Behandlung und Prophylaxe bei Katzenhaarlinge
Wurden Haarlinge auf der Katze festgestellt, sollten diese mit den typischen Insektiziden, wie zum Bsp. Fipronil, behandelt werden. Die meisten Mittel zur Flohbekämpfung eignen sich auch für die Behandlung von Haarlingen. Auch das Kürzen des Fells kann zusätzlich helfen. Denn dadurch wird den Haarlingen der Lebensraum genommen.
Eine regelmäßige Fellpfllege und die Vermeidung zu verwahrlosten Tieren ist zur Vorbeugung meist ausreichend. Eine Umgebungsbehandlung ist, wie bei Flöhen, nicht notwendig, da sich alle Lebenszyklen auf dem Wirt abspielen.

Frontline Spot on K

Quiko Ardap Ungezief

Trixie 2924 Langzeit
Produkte von Amazon
Bilder: Katzenhaarling: By Uwe Gille (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons
Zecken: von H. Krisp (Eigenes Werk) [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons
Katzenfloh: Evanherk from nl [GFDL or CC-BY-SA-3.0], from Wikimedia Commons