Archive for the ‘Wissen’ Category

Herzfrequenz der Katze

Die normale Herzfrequenz der Katze beträgt ca. 110 – 130 Schläge pro Minute.

Katzenrekorde aus aller Welt

Katzen sind besondere Tiere – mit außergewöhnlichen Rekorden:

Die älteste lebende Katze

Die derzeit älteste Katze kommt aus Australien. Sie ist mittlerweile stolze 35 Jahre alt. Zur Erinenrung: im Durschnitt werden Hauskatzen 15 Jahre. In Amerika gabs wohl auch noch eine Katze, die angeblich stolze 38 Jahre alt wurde.

Die schwerste Katze

Die schwerste Katze woh sage und schreibe 21,2 Kilogramm. Mittlerweile ist die Fellnase aber schon im Alter von gerade mal zehn Jahren verstorben, was auf das enorme Gewicht zurück zu führen war.

Die Katze mit den meisten Nachkommen

Die Katze Dusty hat sage und schreibe 420 Katzen das Licht der Welt geschenkt. Sie hält den Rekord nun mittlerweile seit 1952!

Die Katze, die die meisten Mäuse gefangen hat

Laut dem Guinessbuch der Rekorde hat eine Katze namens Towser in seiner Lebenszeit von 1963 – 1987 28.988 Mäuse gefangen. Für diesen verdienst erhielt er einst sogar eine Statue.

Weihnachtszeit – Schokoladenzeit. Aber bitte nicht für Katzen

OK, ich gehe mal davon aus, dass ein normaldenkender Katzenbesitzer seiner Katze keine Schokolade oder andere Süßigkeiten direkt zum Fressen anbietet. Trotzdem ist gerade die Weihnachtszeit sehr gefährlich für unsere Fellnasen. Überall lauert quasi die Gefahr: die Lebkuchen auf dem Wohnzimmertisch, die Schokolade auf der Kommode oder der bunte Teller direkt unter dem Weihnachtsbaum. Da kann selbst die noch so artige Katze nicht widerstehen. Schwupps fehlt ein Dominostein vom Tisch und die Katze schmaust genüsslich das “Leckerli”.

Doch Süßigkeiten – vorallem aus und mit Schokolade – sind äußerst gifitig und gefährlich für Katzen. Wie schon in einem anderen Artikel erwähnt, ist Theobromin der gefährliche Stoff in der Schokolade, der Katzen oftmals zum Verhängnis wird. Je nach Dosis treten bei Katzen ca. zwei bis vier Stunden nach dem Verzehr Symptome wie Durchfall oder Erbrechen auf. In schlimmsten Fällen sogar lebensbedrohliche Vergiftungen. Studien haben erst wieder gezeigt, dass Hunde und Katzen zu den Säugetieren gehören, die am empfindlichsten auf den Stoff Theobromin reagieren.

Also einfach die Leckerein in den Schrank, in eine verschließbare Dose oder selber schnell aufessen und unseren Fellnasen kann nichts passieren.

von Honza Groh (Jagro) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], durch Wikimedia Commons

Katzenkrankheit Toxoplasmose

Spätestens wenn eine Frau schwanger ist, wird man mit dem Begriff “Toxoplasmose” konfrontiert. Es heißt dann, man solle nichts Rohes mehr essen und sich von Katzen fernhalten.Doch was genau ist eigentlich diese “gefährliche” Toxoplasmose?

Die Toxoplasmose ist eine relativ häufig auftretende Infektionskrankheit, die in den meisten Fällen Katzen befällt und durch Parasiten hervorgerufen wird. Bei Katzen verläuft die Krankheit eher ohne klinische Erscheinungen. Nach der Erstinfektion der Toxoplasmose sind die Katzen immun. Als Zwischenwirte können alle anderen Säugetiere – demnach auch Menschen – dienen. Auch für Menschen ist die Toxoplasmose ungefährlich, die Symptome fallen grippeähnlich aus. Auch hierbei ist der Mensch nach der Erstinfektion ein Leben lang immun. Kritisch wird es, wenn sich eine Frau während einer Schwangerschaft mit Toxoplasmose infiziert. Die Mutter selbst hat nichts zu befürchten, allerdings könnte es für den Fötus lebensbedrohlich sein.

Anders als die meisten Krankheiten wird die Toxoplasmose nicht durch Bakterien oder Viren übertragen, sondern durch Protozoen – das sind einzellige Organismen, die man zum Tierreich zählt. Katzen nehmen diese durch andere infizierte Tiere (z. Bsp. Mäuse) auf. Im Darm der Katze vermehren sie sich und siedeln sich in den verschiedenen Organen an. Das Immunsystem bildet nun Antikörper und bekämpft die Sporozoiten. Diese bilden eine Art Hülle und werden somit zu Oozysten und machen sich bereit, wieder durch den Darm ausgeschieden zu werden, um sich einen anderen Zwischenwirt zu suchen. Katzen werden nach der Erstinfektion keine Oozysten mehr ausscheiden, da durch den ständigen Erregerkontakt die Immunität aufrecht bleibt.

Ergebnis ToxoplasmosetestWie schon oben erwähnt, verläuft die Infektion beim Menschen auch relativ beschwerdefrei. Menschen mit intaktem Immunsystem bleiben daher symptomfrei. Selten treten grippeähnliche Symptome auf, wie leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellungen im Halsbereich und Müdigkeit. Der Körper bildet Antikörper gegen Erreger und somit ist eine erneute Ansteckung ausgeschlossen. Sollte sich eine Frau allerdings während einer bestehenden Schwangerschaft anstecken, geht eine enorme Gefahr für den Fötus aus, da es zu erheblichen Schäden (z. Bsp. Epilepsie, geistige Behinderungen, Schäden an Organen) am ungeborenen Kind kommen kann.

Man kann sich als nicht infizierte Schwangere vor Toxoplasmose schützen, in dem man während der Schwangerschaft auf rohes Fleisch und rohen Fisch verzichtet. Da infizierte Katzen die Erreger durch den Kot ausscheiden, ist der Kontakt mit den Ausscheidungen – bspweise beim Katzentoilette säubern – untersagt. Auch bei Gartenarbeit sollte man vorsichtig sein, da der Boden durch Katzenkot kontaminiert sein kann.

Die Toxoplasmose-Antikörper sind im Blut nachweisbar. Einige Kassen übernehmen diesen Test, manche nicht. Ich habe das Glück schon immun dagegen zu sein, weil ich es irgendwann schon einmal hatte. Trotzdem wird mit Toxoplasmose ziemlich viel Panikmache veranstaltet. Trotz meines Testergebnisses warnten und warnen mich viele, doch nicht “so eng” mit den Katzen zu schmusen. Man sollte einfach nur ein bisschen darauf achten und alle Tipps und Ratschläge befolgen und sich bei einer nicht vorhandenen Immunität regelmäßig testen lassen. Toxoplasmose in der Schwangerschaft kann behandelt werden.

 

 

 

Kein Schmerzensgeld für Katzen

In den letzten Tagen hat ein Amtsgericht entschieden, dass Tiere keinen Anspruch auf Schmerzensgeld haben. Grundlage dieses Urteils war ein Eigentümer, dessen Hund aufgrund einer nicht artgerechten Behandlung in einem Hundesalon angeblich “Ängste und Leid” erlitten hat und daher ein Schmerzensgeld in Höhe von 300€ für den Hund verlangt. Das Amtsgericht Wiesbaden wies diese Klage ab, denn obwohl in einem früheren Urteil entschieden wurde, dass Tiere keine “Sachen” sind, sondern Anrecht auf besonderen Schutz haben (Tierrecht), sind Tiere doch nicht mit Menschen gleichzustellen.

Amtsgericht Wiesbaden, Urteil vom 18.08.2011 (Az. 93 C 2691/11 – 34)
 

Ich persönlich finde dieses Urteil völlig ok. Denn mal ehrlich: Selbst wenn ein Tier Schmerzen erleidet – mit dem Schmerzensgeld ist dem Tier doch nicht geholfen, sondern lediglich dem Tierbesitzer. Tiere brauchen kein Geld – Liebe, Pflege und Zuwendung helfen in solchen Situationen.