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Füttertipps

Das Wichtigste in Kürze:

Sauberkeit

Katzen sind sehr saubere Tiere und haben daher auch hohe hygienische Ansprüche an ihre Umwelt. Sauber Freßnäpfe und Futterplätze sind daher das A und O

Gewohnheit

Großen Wert legen Katzen auch auf feste Gewohnheiten. Daher sollte man sie immer in etwa zur gleichen Zeit und am selben Platz füttern.

Umfeld

Rückzugsmöglichkeiten sind für Katzen äußerst wichtig. Der Fressplatz sollte daher in einer möglichst ruhigen und ungestörten Ecke der Wohnung liegen.

Katzenfutter mit Mäusegeschmack

Warum gibt es kein Katzenfutter mit Mäusegeschmack? Diese Frage liest man öfter und allzu häufig wird sie  als Scherzfrage abgetan. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich Folgendes: Die ursprüngliche Nahrung von Katzen sind kleine Säuger und Vögel. Katzenfutter gibt es in den “Geschmacksrichtungen” Rind, Thunfisch, Lachs, Huhn, Lamm etc. Das klingt im ersten Moment zwar lecker ist aber wenig plausibel. Man stelle sich seine Katze vor, die versucht eine Kuh zu reißen :D

Richtig offensichtlich werden die Unterschiede, wenn man die Nährstoffgehalte vergleicht. Auf der einen Seite der absolute Klassiker, die Maus, auf der anderen Seite industriell hergestelltes Nass- und Trockenfutter.

Maus Nassfutter Trockenfutter
Proteine 55-60% 50% 36%
Fette 23-30% 34% 24%
Kohlenhydrate 3-8% 8% 31%

Die Zahlen beziehen sich dabei auf den Anteil der Trockenmasse. Als Beispiel für die industriellen Futter wurde Iams Huhn zugrunde gelegt. Quelle der Daten http://www.savannahcat.de/maus.html

Das Optimum für eine Katze ist selbstverständlich ihre natürliche Nahrung – in diesem Fall die Maus. Klar, im Laufe ihrer evolutionalen Entwicklung haben sich Katzen auf diese Nahrung spezialisiert und können sie am besten verwerten. Die gewöhnlich trainierte Maus liefert einer Katze dabei hauptsächlich Proteine und Fette aus ihren Muskeln und einen kleinen Teil Kohlenhydrate (diese stammen größtenteils aus der Nahrung der Maus, die sie nicht mehr vollständig verdauen konnte, bevor sie selbst verspeist wurde).

Katzen haben sich daher so entwickelt, dass sie Proteine und Fette aus Fleisch am besten verdauen können, denn für pflanzliche Nahrung ist (u.a.) ihr Darm einfach zu kurz um sie zu verwerten.

Das komplette Gegenteil zur Ökomaus ist Trockenfutter. Trockenfutter haben einen niedrigeren Protein- und Fettgehalt, dafür aber sehr viele Kohlenhydrate. Diese Kohlenhydrate stammen vorwiegend aus pflanzlichen Futterbestandteilen. Zusammen mit dem Faseranteil kommt man je nach Sorte auf bis zu 80% Pflanzen – nochmal zur Erinnerung: Katzen sind Fleischfresser.

Nassfutter sieht von der Zusammensetzung schon wesentlich besser aus. Schaut man aber genauer auf die Inhaltsstoffe, steht dort etwas wie “tierische Nebenerzeugnisse” und Getreide. Also Abfälle und wieder Pflanzen. Trotzdem ist Nassfutter häufig das kleinere Übel, auch wenn es wenig mit artgerechter Ernährung zu tun hat.

Fazit:

  • Trockenfutter – nicht empfehlenswert
  • Nassfutter – geht noch in Ordnung

Eine sehr gute Alternative soll BARFen sein. Was genau das ist, wird in einem meiner nächsten Artikel näher beschrieben.