Posted in Wissen on 05/04/2010 08:21 pm by Frau Zwitscher
Irrtum Nr. 7: Um für die Katze Futter herstellen zu können, muss man Erährungsexperte sein
Nein. Denn wir schaffen es doch auch, uns ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren, ohne dass wir ein spezielles Studium hätten absolvieren müssen. Die artgerechte Katzenernährung ist kein Mysterium, so wie es die Futtermittelindustrie immer suggerieren will. Ein gesunder Menschenverstand, ein wenig Kenntnis über Ernährungslehre, Wissen über die Ansprüche der Katze und die dazugehörigen Zutaten reichen völlig aus.
Irrtum Nr. 8: Niemals rohes Fleisch füttern, das es Parasiten und Bakterien enthält
Zunächst einmal sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die natürlichen Beutetiere einer Katze alles andere als steril sind. Wenn das alles so sehr gefährlich wäre, denke ich, dass es Rassen wie Wildkatzen mittlerweile nicht mehr geben dürfte. Tatsache ist, dass nicht gleich jedes rohe Fleisch mit schlimmen Bakterien und Co. behaftet sind. Und wenn doch, kann die Katze damit trotzdem noch besser damit umgehen als wir Menschen, gerade weil rohes Fleisch ein Teil ihrer natürlichen Ernährung ist. Da Katzen einen relativ kurzen Darm haben, ist das Risiko sich mit Salmonellen oder Würmern zu infizieren, eher gering. Würmern wird eh mit dem Einfrieren des Futter der Garaus gemacht.
Irrtum Nr. 9: Man soll niemals Knochen füttern, da diese splittern können
Eine Missinterpretation von Tatsachen. Knochen werden durch das Kochen und garen spröde und können splittern. Das kann für Hund und Katze gefährlich werden. Allerdings sind rohe Knochen eher elastisch, weich und splittern nicht. Ein gutes Beisspiel sind die Millionen von freilebenden Tieren, die sich von anderen Tieren ernähren.
Posted in Wissen on 05/04/2010 09:20 am by Frau Zwitscher
Irrtum Nr. 4 : Katzen brauchen Kohlenhydrate als Energiequelle
Dieses Argument wird häufig benutzt, um den hohen Getreideanteil im Futter zu begründen. Allerdings geben mittlerweile die meisten Futterhersteller zu, dass die Katze wenig bis keine Kohlenhydrate in ihrer Nahrung brauch. Im Vergleich zu tierischen Materialen ist Getreide eine billige Energiequelle, das ist auch der einzige Grund, weshalb es überhaupt im Futter enthalten ist. Die Katze kann Kohlenhydrate schlecht verwerten, da sie normaler Weise ihren gesamten Bedarf an Energie aus tierischen Proteinen und Fetten gewinnt, denn darauf ist der Stoffwechsel einer Katze spezialisiert und ausgerichtet. Getreide im Futter nutzen ausschließlich den Hersteller und nicht den Katzen.
Irrtum Nr. 5: Trockenfutetr reinigt die Zähne und beugt Zahnstein vor
Viele Katzen bekommen im Laufe der Zeit Zahnprobleme, Zahnstein oder blutiges Zahnfleisch, obwohl sie regelmäßig oder ausschließlich Trockenfutter zu sich nehmen. Seit das auch die Futtermittelindustrie erkannt hat, wirbt sie auch nicht mehr mit dem Argument, dass Trockenfutter gut für die Zähne sei, sondern haben eine neue Marktlücke entdeckt: Extra Produkte zur Reinigung der Zähne. Allerdings sind diese viel zu klein dafür und werden von der Katze meist unzerkaut hinuntergeschlungen (wer schonmal gesehen hat, wie eine Katze ein Tier buchstäblich mit “Haut und Knochen” verschlingt, weiss was ich meine).
Irrtum Nr. 6: Selbsthergestelltes Futter ist nicht gut für die Katze und führt zu Mangelerscheinungen
Hierbei gehen viele davon aus, dass man unter “selbsthergestelltes Futter” Tisch- oder Essensreste meint. Dem ist natürlich nicht so. Denn es ist tatsächlich möglich, den Katzen Fressen anzubieten, welches hochwertig, ausgewogen sowie frisch ist und somit dem Vorbild der Natur fast in Nichts mehr nach steht.
Posted in Wissen on 05/03/2010 12:17 pm by Frau Zwitscher
Irrtum Nr. 1: Fertigfutter ist ausgewogen und enthält alles Gute, was eine Katze benötigt
Nein. Fertigfutter bietet unseren Katzen leider nicht das, was die Futtermittelhersteller uns versprechen. Viele der degenerativen Krankheiten, die bei Katzen auftreten, sind Folgen falscher Ernährung mit gekochtem und verarbeitetem Futter. Die Tatsache, dass Katzen aufgrund falscher Fütterung erkranken, wird meist unter den Tisch gekehrt und mit dem Alter begründet. Leider gibt es kein Fertigfutter, was so ausgewogen ist, dass man es der Katze ein Leben lang füttern kann. Bei Verbrauchertests wurde festgestellt, dass viele Dosenfutter wenig Calcium enthalten, zu viel oder zu wenig Vitamine beigemischt wurden. Mittlerweile werden sogar Pflanzenzuätze beigefügt, die zwar nicht unbedigt als giftig deklariert werden, allerdings gibt es bis dato auch keine Studie über die Langzeitwirkung der Pflanzenstoffe. Ein Beispiel hierfür sind Kräuter oder Auszüge aus Pflanzen wie Yucca, Aloe oder Alfalfa. Diese haben eventuell einen medizinischen Nutzen bei bestimmten Krankheitsbildern, sind jedoch teilweise als toxisch für die Katze gelistet und sollten nicht tagtäglich von gesunden Katzen konsumiert werden. Niemand weiß, wie die Wirkung ist, wenn diese als Medizin einzustufenden Zusätze Tag für Tag über Jahre von der Katze eingenommen werden. Falls man nur ein einziges Futter gibt, riskiert man einen Mangel oder eine Überdosierung einzelner Bestandteile. In der Natur erhält die Katze alles, was sie braucht, in dem sie sich abwechslungsreich ernährt. Durch die Variation von Beutetieren verschiedener Arten und unterschiedlichen Alters erhält sie über den Zeitraum hinweg eine ausgewogene Ernährung.
Irrtum Nr. 2: Der Tierarzt empfiehlt Fertigfutter – also muss es das Richtige sein
Falsch. Viele Tierärzte können Tiere heilen oder präventiv wirken. Die Wenigsten jedoch haben eine Ausbildung im Bereich Futter. Das Wissen, welches sie uns im Bezug auf die Fütterung unserer Fellnassen bereitstellen, resultiert meist nur aus den “Schulungen” der jeweiligen Futtermittelverkäufer. Denn viele Tierärzte verdienen neben den normalen tierärztlichen Aufgaben, auch durch den Verkauf von verschieden Futtersorten Ihr Brot. Dadurch passiert es natürlich, dass der Tierarzt diverse Krankheitsbilder nicht auf die Fütterung zurückführt, sondern auf das Alter des erkrankenten Tieres. Klar – keiner will seine eigenen Fehler zugegeben.
Irrtum Nr. 3: Zuviel Eisweis im Futter ist nicht gut für die katze und belastet deren Nieren
Dies ist eine Behauptung der Futtermittelindustrie, die als Erklärung des niedrigen und qualitativ schlechten Proteingehaltes im Futter dienen soll. Die Katze ist im Gegensatz zu uns Menschen dafür gemacht, hohe Mengen an hochwertigem Eiweiß zu sich zu nehmen und zu verdauen. Mäuse, andere kleine Tiere und Fleisch enthalten so gut wie immer wesentlich mehr Protein als Fertigfutter. Was die Nieren stark belasten kann, sind minderwertige Proteine sowie Getreide, da die Katze diese nur zum Teil nutzen kann und große Mengen an unverdaulichen Stoffen durch den Körper geschleust und ungenutzt ausgeschieden werden müssen.