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Katzen haben besondere Bedürfnisse – auch beim Katzenklo

Viele sagen ja immer, dass Katzen Gewohnheitstiere sind. Schon klitzekleine Veränderungen werfen sie aus der Bahn und sie reagieren entsprechend darauf. Vor einigen Wochen konnte ich bei unseren Katzen – insbesondere bei Mulli – wieder einmal das Gegenteil feststellen. Erst die “Erneuerung des Kratzbaums“, jetzt war das Heiligtum der Katze an der Reihe – das Katzenklo!

Zugegeben, von alleine bin ich nicht drauf gekommen, aber in letzter Zeit fiel mir auf, dass Mulli nur noch sporadisch eines der Katzentoiletten für ihr kleines Geschäft benutzte. Die neuen bevorzugten Plätze zum Urinieren waren: Kartons, Badvorleger, Papierhaufen, Wolldecken und manchmal auch einfach der blanke Boden. Sie war so unbekümmert, dass sie sogar kein Geheimnis daraus machte und vor unseren Augen anfing, auf den Boden zu pieseln, um danach erleichtert wieder zu uns zu kommen. Und das mittlerweile mehrmals am Tag.

Wir waren ratlos und hatten wirklich keine Ahnung, was uns Mulli mit dieser Aktion sagen wollte. Schließlich gab es keinerlei Veränderungen, die selben Katzentoiletten am gleichen Ort, das selbe Katzenstreu und die Reinigung der Toiletten fand nun auch mehrmals am Tag statt. Nichts half. Auch das stündliche “Wir nehmen Mulli und setzen sie aufs Klo” hat nichts gebracht. Wir dachten zwischenzeitlich nämlich, dass sie eventuell einfach nur alt wurde und sie vergaß, wo ihre Toilette steht. Aber nein, daran liegts nicht, denn das große Geschäft war ja immer am richtigen Ort. Auch eine organische Ursache, wie zum Beispiel eine Harnwegsinfektion, konnte mittlerweile ausgeschlossen werden.

Also haben wir aus lauter Verzweiflung doch was verändert: noch ein Katzenklo mit anderem Streu, von einem anderen den Deckel abgemacht und es an einen anderen Platz gestellt und siehe da: es funktionierte. Heute ist nun schon der 3. Tage infolge, an dem alles fachgerecht im Klo landete. Hoffentlich bleibts auch so :)

Eine Katze zieht ein

Die Vorfreude ist groß. Bald zieht ein neues Familienmitglied ein. Eine Katze. Doch auch wenn die Spannung noch so groß ist, sollte man einige wichtige Maßnahmen und Vorbereitungen treffen, bevor die Fellnase einzieht:

Die Grundausstattung

Katzenklo

Ein Katzenklo ist sehr wichtig. Eine Faustregel besagt, dass man soviel Katzentoiletten wie Katzen + 1 haben soll. Für das Katzenklo eignet sich ein ruhiger Platz, sodass die Katze ihr Geschäft ungestört verrichten kann. Empfehlenswert ist es, den Vorbesitzer zu fragen, an welches Streu die Katze gewohnt ist, sodass es nicht zuviel Umstellungen auf einmal gibt. Eine Schaufel um ggf. die Klumpen (bei Klumpstreu) und den Kot zu entfernen ist ratsam.

Futterplatz

Wie das Katzenklo, sollte auch der Futternapf an einer möglichst ruhigen Stelle stehen. Allerdings sollte ein gewisser Abstand dazwischen sein. Die Katze braucht einen Napf für das Futter und ein Schälchen für Wasser. Dabei sollte man wiederum beachten, dass der Wassernapf nicht direkt neben dem Futternapf steht. Auch hier ist eine Rücksprache mit dem Vorbesitzer sinnvoll, sodass man der neuen Katze erstmal gewohntes Katzenfutter anbieten kann.

Schlafplatz

Die Katze braucht unbedingt einen eigenen Schlafplatz. Zwar wird sich die Katze ihren Lieblingsplatz selber aussuchen, allerdings kann es nicht schaden, dem neuen Familienmitglied ein geeignetes Plätzchen zum Schlafen zur Verfügung zu stellen. Im Fachhandel findet man eine große Anzahl von gemütlichen und kuschligen Körbchen und Schlafplätzen, die ein Katzenherz höher schlagen lässt.  Man kann aber auch selber einen Katzenschlafplatz bauen. Dafür eignet sich eine Kiste oder ein Korb, der genug Platz für die Katze bietet. Diese kann man wunderbar mit weichen Decken und Stoffen auslegen,  sodass es das Kätzchen kuschelig hat.

Kratzbaum

Katzen haben Krallen, die sie sich regelmäßig schärfen und abwetzen müssen. Dafür eignet sich ein Kratzbaum hervorragend. Kratzbäume gibt es in verschiedenen Größen und Formen – angefangen beim kleinen Kratzbaum bis hin zum riesigen Klettergerüst. Kratzbäume eignen sich nicht nur zum Kratzen, sondern werden auch gern zum spielen, klettern und bei gegebener Form auch zum Schlafen genutzt. Außerdem kann man mit einem Kratzbaum verhindern, dass eine Katze an den Möbeln kratzt.

Katzenspielzeug

Katzen lieben es zu spielen. Im Fachhandel gibt es eine große Auswahl an Katzenspielzeug. Von der kleinen Maus bis hin zur Katzenangel. Auch hierbei kann man der Kreativität beim Selberbauen freien Lauf lassen. Eine kleine Zusammenstellung von selbstgebauten Katzenspielzeug findet ihr hier >>> Wichtig ist es, sich täglich Zeit zu nehmen und mit der Katze zu spielen.

Transportox

Für den Weg zum Tierarzt braucht man eine Transportbox. Sie sollte groß genug sein, sodass die Katze sich nicht beengt fühlt. Es ist ratsam den Transportkorb so aufzubewahren, dass die Katze jederzeit Zugang hat. So ist die Katze mit der Box vertraut und es gibt weniger Schwierigkeiten, falls die Katze transportiert werden muss.

Auch in der Wohnung an sich sollten einige Vorbereitungen getroffen werden:

  • verschluckbare Kleinteile sollten entfernt werden
  • es sollten nur für Katzen ungiftige Pflanzen in der Wohnung sein
  • mögliche Gefahrenquellen müssen beseitigt / entschärft werden.

Ausführliche Hinweise dazu findet ihr hier: Gefahrenquellen und Giftpflanzen

Die Katze zieht ein

Es ist ratsam, die Transportbox zu öffnen und abzuwarten, bis die Katze allein raus geht. Wahrscheinlich wird die Katze sich erst einmal verstecken. Auch wenn die Vorfreude noch so groß ist – lasst der Katze Zeit. Es ist nicht unbedingt empfehlenswert, dass die gesamte Familie dabei ist. Das könnte die Katze verunsichern. Wenn schon andere Tiere im Haushalt vorhanden sind, sollte man den Neuankömmling in einem seperaten Raum lassen und erst nach und nach mit den anderen Familienmitgliedern zusammenführen. Dabei kann es passieren, dass es anfangs Rangelein und Gefauche gibt. Das ist normal. Man soll nur im Notfall dazwischen gehen. Mit der Zeit wird die Katze zutraulicher und durch viel Liebe und Streicheleinheiten gewöhnt sich das Kätzchen sicher ganz schnell an das neue Zuhause.

Yes, she can!

Wie an anderer Stelle schonmal erwähnt, gabs es vor Kurzem mal immer wieder Probleme mit Mulli, was das Katzenklo betrifft. Das machte sich dadurch bemerkbar, dass sie ihre kleinen Beinchen nicht weit und hoch bekam, und somit manchmal das Zeil verfehlte… einige Sekunden später stand dann quasi immer das gesamte Klo unter Wasser. Auf den Rat meiner lieber Leser hin, haben wir beschlossen, ein neues Katzenklo zu kaufen – mit Dach!

Was die Auswahl des entsprechenden Katzenklos angeht, habe ich einfach nach besten Wissen und Gewissen entschieden. Nix spektakuläres. Klo, mit Dach und Tür. Preislich lag es bei ca. 18 Euro. So wie ich das an der Auswahl der anderen angebotenen Katzentoiletten beurteilen konnte, lag es vom Preis her ziemlich in der Mitte.

Also nach Hause und das neue Teil an den Platz gestellt (wo eines der anderen stand) und mit Streu befüllt. Quietschie wusste sofort was los war und weihte es feierlich ein :D Sie hat auch ziemlich schnell den Trick mit der Tür rausgehabt. Mulli hingegen schlich neugierig drumherum, aber benutzte es nicht. Ich weiss nicht, ob sie sofort verstanden hat, was es war. Ich hab den Deckel abgemacht und sie mit den Pfötchen reingesetzt, sodass die es hätte mitbekommen müssen. Trotzdem war ihr das große neue Plastikding sehr unsympathisch. Nach 2 Tagen haben wir dann einfach mal die Tür ausgehangen und siehe da: Mulli tut es! Ich denke, dass wir dann nach kurzer Eingewöhnungsphase das Türchen wieder einhängen werden und so geht dann alles seinen gewohnten Gang. Daneben gehen kann dann nichts mehr.