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Katzenfutter selbst gemischt

Die Katze zählt zu den beliebtesten Haustieren. 8,2 Millionen Katzen wurden 2012 in Deutschland gezählt. Dass Katzen so beliebt sind, macht nicht nur ihr Wesen aus. Katzen sind selbstständig, müssen nicht Gassi geführt werden und bleiben auch einmal allein zu Hause. Freigänger sind den ganzen Tag unabhängig unterwegs und benötigen nur artgerechtes Futter und einen Schlafplatz.

Das richtige Futter für Katzen

Industriell hergestelltes Katzenfutter unterscheidet sich in Nass- und Trockenfutter. Trockenfutter lässt sich einfach verfüttern und ist preislich sehr günstig. Es entzieht dem Kreislauf der Katze jedoch Wasser. Daher sollte bei der Fütterung mit Trockenfutter, darauf geachtet werden, dass die Katze ausreichend Wasser zu sich nimmt. Anderenfalls kann eine pure Ernährung mit Trockenfutter zu Nierensteinen oder Harngries führen. Nassfutter ist zwar teurer, enthält aber einen größeren Fleischanteil sowie Flüssigkeit. Da Katzen bekanntlich Fleischfresser sind, benötigen sie nur etwa fünf Prozent pflanzliche Produkte.

Inhaltsstoffe von industriell hergestelltem Katzenfutter:

Fleisch sollte auf der Inhaltsangabe von Katzenfutter an erster Stelle stehen. Ist auf Trockenfutter “Frischfleisch” ausgewiesen, ist der Fleischanteil im getrockneten Zustand viel geringer.

Als tierische Nebenerzeugnisse werden Herz, Lunge, Muskelfleisch aber auch Niere, Milz, Horn oder Haare deklariert.

Getreideprodukte bilden einen geringen Anteil im Katzenfutter.

Zucker und Karamell gehören nicht ins Katzenfutter.

Der Eiweißanteil im Futter sollte bei circa 50 Prozent liegen, der Fettanteil bei 30 Prozent.

Kohlenhydrate werden von Katzen schlecht verdaut. Der Anteil im Katzenfutter sollte bei 8 Prozent liegen.

Katzenfutter muss Taurin enthalten. Fehlt Taurin können Konchendeformationen, Herzkrankheiten, Fruchtbarkeitsstörungen und Hirnschäden beim Nachwuchs die Folgen sein.

Leider wurde bei Testergebnissen der Stiftung Warentest viele Katzenfutter mit “mangelhaft” bewertet. Zum Glück kann man Futter ganz einfach selbst zusammenstellen. Viele Internetshops bieten individuelle Zusammenstellungen von Katzenfutter an.

Katzenfutter selbst zusammenstellen

Mit dem richtigen Katzenfutter wird die Gesundheit des Tieres unterstützt. Die Katze ist vital, bekommt ein glänzendes Fell und fühlt sich wohl. Katzenbesitzer wissen, was ihre Katze am liebsten frisst. Nach diesen Kenntnissen lässt sich ein individueller Futtermix für die Katze zusammenstellen.

Das Basisfutter besteht aus Lamm, Geflügel oder Fisch. Reis und Kartoffeln werden als Kohlenhydrate dazu gemischt. Der Gemüseanteil wird als nächster Schritt gewählt. Zum Schluss wird der Vitalkomplex dazu gegeben. Einige Onlineshops stellen das Futter nach den Wesensmerkmalen der Katze zusammen.

Fazit

Zusammengestelltes Katzenfutter kann höchste Qualität garantieren, da nur Sie selbst bestimmen aus welchen Inhaltsstoffen das Futter besteht. Ist die Katze wählerisch dann können Sie das Futter einfach nach den Vorlieben der Katze zusammensetzen.

Katzenfutter im Test

Egal in welchem Supermarkt, Tierhandel oder Online-Shop man sicht umsieht – es gibt immer wieder Katzenfutter-Sorten und Marken, die man vorher noch nicht gesehen hat. So gehts zumindest mir. Man wird förmlich vom Angebot verschiedenster Katzenfutter erschlagen. Auch die Futtermittelhersteller geben jährlich mehrere Millionen aus, um ihre Produkte zu bewerben. Egal ob im TV, Print oder Online-Bereich. Da fällt die Auswahl oft ziemlich schwer. Gerade weil jeder Hersteller natürlich sagt, dass sein Futter das Beste für die Katze sei. Natürlich wollen die Katzenbesitzer für die Fellnase nur das Beste. Aber die Auswahl fällt schwer.

Darum hat Stiftung Warentest vor einiger Zeit die “gängigsten” Katzenfutter mal genauer unter die Lupe genommen. Teilweise mit erstaunlichen Ergebnissen. In diesem Test wurden elf verschiedene Trockenfutter und 28 Nassfutter getestet. In den Test flossen verschiedenste Kriterien ein.

Kriterien zum Test der Katzenfutter

  • Preis / Tagesration
  • Schadstoffe
  • Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften
  • Ernährungsphysiologische Qualität
  • Deklaration
  • mikrobiologische Qualität

Testergebnisse Nassfutter:

  • von 28 getesteten Nassfuttersorten erhielten gerade mal vier das Qualitätsurteil “sehr gut”
  • zwei von 28 erhielten ein “gut” als Ergebnis
  • ganze 16 Futtersorten wurden mit “befriedegend” bewertet
  • eine Futtersorte erhielt ein “ausreichend”
  • und ganze zwei Nassfutter bekamen ein “mangelhaft”

Testergebnisse Trockenfutter:

  • mehr als die Hälfte, nämlich sieben, der getesteten Trockenfutter bekamen das Qualitätsurteil “sehr gut”
  • die restlichen vier Trockenfuttersorten schnitten mit dem Ergebnis “befriedigend” ab

Beim Nassfutter hat “Iams Adult 1+ mit Huhn in Soße” das Rennen mit einer Gesamtnote von 1,0  gemacht. Der einzige Nachteil hierbei ist der Preis / Tagesration von 2,77 €. Der Verlierer beim Nassfutter ist das Katzenfutter von Rewe “ja! mit Geflügel, Zarte Stücke”. Die Gesamtbenotung lag hierbei bei 5,0.

Der Gewinner beim Trockenfutter war in dem Test das Trockenfutter “Schnucki, mit Ente, Huhn, Truthahn und Gemüse” von Aldi. Mit einer Gesamtnote von 1,2 erhielt es ein “sehr gut”.  Außerdem ist es unter den besten Trockenfuttern das günstigste.  Beim Nassfutter gewonnen, hat “IAMS Adult 1+ mit Huhn” beim Trockenfutter-Test jedoch verloren. Die Benotung lag hierbei bei 2,9.

Quelle: Test 09/2008
 
Bildquelle:irrational cat [CC-BY-SA-2.0], from Wikimedia Commons